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Energiekosten senken im Handwerk: eine Viertelstunde am Morgen

Wenn die Werkstatt aufsperrt und Kompressor, Absaugung und die ersten Maschinen gemeinsam anlaufen, entsteht in wenigen Minuten die höchste Last des Tages — und damit der Leistungspreis für den gesamten Abrechnungszeitraum.

Unter den fünf Branchen hier hat das Handwerk das klarste Profil: ein einziger, kurzer, sehr hoher Ausschlag beim Hochfahren über einem niedrigen Sockel. Für die Lastspitzenkappung ist das der günstigste denkbare Ausgangspunkt — und für die Umstellung des Netzentgelts ab 2027 der Fall, um den es dort eigentlich geht.

Typischer Tageslastverlauf (schematisch)

Ein einziger Ausschlag, kurz und hoch — der Moment, in dem mehrere Maschinen gemeinsam anlaufen. Danach läuft der Betrieb auf deutlich niedrigerem Niveau weiter, und nachts fällt er fast auf null. Ein Profil mit genau einer teuren Stelle ist der Fall, für den Peak Shaving gebaut ist.

  • Typischer Tagesverlauf
  • Lastspitze
  • Mögliche Kappungsschwelle

Illustratives Schema, keine Messdaten. Die Kurve zeigt die Form eines typischen Tages, nicht die Höhe Ihrer Last — sie trägt bewusst keine Einheit und keine Achsenwerte. Wie Ihr Tag wirklich aussieht, steht in Ihrem Lastgang.

Wo die Kosten im Handwerk entstehen

Vier Zusammenhänge, die ohne Messung gelten. Was sie für Ihren Betrieb bedeuten, sagt erst Ihr Lastgang.

Wenige Minuten setzen den Preis

Der Leistungspreis richtet sich nach der höchsten Viertelstunde. Beim gemeinsamen Anlauf entsteht sie täglich — und weil sie täglich entsteht, ist sie im Abrechnungszeitraum garantiert enthalten.

Der Anlauf ist teurer als der Betrieb

Ein Kompressor zieht beim Anfahren ein Vielfaches dessen, was er im Lauf braucht. Dasselbe gilt für Absaugung, Säge und Schweißgerät. Die Spitze entsteht beim Hochfahren, nicht beim Arbeiten.

Gleichzeitigkeit ist eine Entscheidung

Ob alle Maschinen zur selben Minute anlaufen oder versetzt, ist eine Frage der Gewohnheit und der Steuerung — und der einzige Hebel in dieser Liste, der keine Investition braucht.

Ab 2027 sehen es auch die Kleinen

Wer heute unter der Messschwelle liegt, zahlt keinen Leistungspreis und kennt seine Spitze nicht. Die geplante Umstellung der Netzentgelte setzt auf dem Smart Meter auf — dann steht sie auf der Rechnung.

Häufige Fragen aus dem Handwerk

  • Reicht es, die Maschinen versetzt anzufahren?

    Manchmal ja — das ist der Hebel ohne Investition, und er gehört zuerst geprüft. Ob er reicht, hängt daran, wie viel Spielraum der Arbeitsablauf lässt und wie hoch die Spitze danach noch liegt. Der Lastgang zeigt beides.

  • Wir zahlen gar keinen Leistungspreis. Ist das Thema für uns relevant?

    Heute vielleicht nicht, ab 2027 voraussichtlich schon. Der Leistungspreis hängt derzeit an einer Messschwelle, unter der die meisten Klein- und Mittelbetriebe liegen. Die geplante Neuordnung der Netzentgelte setzt stattdessen auf dem Smart Meter auf — die Spitze wird dann auch dort abgerechnet, wo sie bisher niemand gesehen hat. Was das konkret bedeutet, steht im Artikel zum Leistungstarif 2027.

  • Woher weiß ich, wie hoch mein Anlauf wirklich ist?

    Aus den Viertelstundenwerten Ihres Zählers, die Ihr Netzbetreiber bereitstellt. Auf der Rechnung steht — wenn überhaupt — nur die abgerechnete Spitze, nicht wann und wodurch sie entstanden ist.

Was wäre ein abgefangener Anlauf wert?

Die Größenordnung lässt sich in drei Angaben abschätzen. Ihre aktuelle Leistungsspitze und Ihr Leistungspreis stehen auf der Netzrechnung, die Zielreduktion setzen Sie selbst. Das ist eine Schätzung, keine Auslegung — sie sagt, ob sich das Thema lohnt, nicht welcher Speicher es wird.

Schnellrechner

Drei Angaben, eine Zahl. Die Werte sind ein Beispiel — überschreiben Sie sie mit Ihren eigenen.

Geschätzte jährliche Einsparung

€ 12.000

100 kW × 120 €/kW·a

Orientierungswert. Die belastbare Auslegung liefert der Peak-Shaving Kalkulator anhand Ihrer 15-Minuten-Lastgangdaten.

Zum Kalkulator

Was wir für Handwerksbetriebe tun

Das Profil ist klar, die Auslegung ist es nicht: Wie viel Leistung ein Speicher braucht, entscheidet sich an Minuten, nicht an Jahreswerten.

  1. Anlauf vermessen

    Aus den Viertelstundenwerten lesen wir Höhe und Dauer des Anlaufs heraus — und wie viel davon aus Gleichzeitigkeit entsteht und wie viel aus einem einzelnen großen Verbraucher.

  2. Erst Steuerung, dann Speicher

    Was sich durch versetztes Anfahren erledigen lässt, muss kein Speicher abfangen. Wir prüfen den kostenlosen Hebel, bevor wir über Investitionen reden.

  3. Auslegen und begleiten

    Speichergröße, Wirtschaftlichkeit, Förderung und Umsetzung bis zur Abnahme — mit Zahlen, die aus Ihrem Lastgang kommen und nicht aus einer Faustformel.

Was sich für Ihre Branche ändert

Wir schicken Ihnen, was zur Umstellung 2027 für Betriebe wie Ihren wichtig wird — und was Sie ohne Investition selbst tun können.

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Sie wollen nur wissen, wann die Sätze feststehen? Auf die Warteliste zum Leistungstarif 2027 eintragen

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Wie hoch fährt Ihre Werkstatt an?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihren Anlauf im Lastgang an und klären, ob Steuerung, Speicher oder beides der richtige Weg ist. Unverbindlich.

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